Tarifkommission lehnt Managementpläne zur Aufspaltung von Atos ab

Die Unternehmensleitung plant die Aufspaltung des Atos-Konzerns. Wir stellen uns aktiv dagegen. Alle wichtigen Fakten haben wir euch im Tarifflugblatt beigefügt.

Ihr könnt auch selbst aktiv werden: Ob jetzt oder erst nach der Betriebsversammlung: Schreibt der Unternehmensleitung, dass ihr mit den Plänen nicht einverstanden seid. Einen Vorschlag siehe am Ende dieses Beitrages.

Hier der Mailvorschlag:

From: 
To: 
Cc: 
Bcc: 
Date: 
Subject: 

Sehr geehrter Herr Littke, sehr geehrter Herr Hecker,

mit großen Erwartungen wurde vor knapp 2 Jahren ein Tarifvertrag zur Transformation von Atos abgeschlossen.

Ziel war es, ca. 1.000 Kolleg*innen durch Weiterbildung in neue Jobs zu bringen, so dass keine Restrukturierung notwendig wird.

Als Beschäftigte(r) von Atos habe ich hierzu xx unbezahlte Qualifizierungsstunden eingebracht
(Nur für MA mit EBA: und durch Verzicht auf Individualziele beim EBA einen zusätzlichen Beitrag geleistet).

In den vergangenen 2 Jahren wurde wiederholt vom Erfolg der laufenden Transformation berichtet.

Die aktuelle Ankündigung von strukturellen Maßnahmen mit Personalanpassung ist daher für mich sehr enttäuschend.

  • Aus meiner Erfahrung sind die wesentlichen Gründe für ausufernde bzw. unnötige Kosten
  • Unrealistische Zusagen in VerträgenFehlende Kapazitäten
  • Unterschätzte Kosten von Offshoring
  • Umständliche und zeitraubende Prozesse
  • Untaugliche Tools
  • Eine Organisation, die auf Silodenken und nicht auf effektive Teamarbeit ausgerichtet ist.

Ich kann nicht erkennen, wie durch eine Trennung des Unternehmens eine Besserung der Lage eintreten soll. Die bestehenden Defizite sind lange bekannt. Sie sind nicht den Kolleginnen und Kollegen anzulasten, die oft unter schwierigen Bedingungen ihren Job erledigen und ihren vereinbarten Beitrag geleistet haben, sondern dem Management, das hier total versagt hat.

Eine Sanierung, die lediglich auf Personalabbau setzt, wird nicht funktionieren sondern weitere Schieflagen erzeugen. Ich fordere Sie daher auf, ein Sanierungskonzept vorzulegen, dass die bestehenden Defizite gezielt beseitigt. Eine solche Sanierung kann auch innerhalb der bestehenden Strukturen erfolgen.

Das wäre sogar besser. Sie können so

  • unnötige Verunsicherung und Demotivierung von Mitarbeiter*innen verhindern und
  • wenig hilfreiches Aufsehen in der Öffentlichkeit vermeiden.

Bitte überdenken Sie Ihr Konzept und erarbeiten eine Lösung, die zielführender und für uns Mitarbeiter*innen akzeptabel ist.

Mit  freundlichen Grüßen

IG Metall Reaktion zu den Plänen der Geschäftsleitung zur Spaltung von Atos

Am 11.05.2021 hat sich die Tarifkommission der IG Metall für Atos/Unify zu den Plänen der Geschäftsleitung klar positioniert.

Die Tarifkommission der IG Metall

  • sieht in den geplanten Schritten keine Lösung der organisatorischen und wirtschaftlichen Probleme bei Atos
  • sieht in den von der Atos- Geschäftsleitung geplanten Umstrukturierung einen Widerspruch zum vereinbarten Transformationsprozess,
  • fordert die Geschäftsleitung auf, den begonnenen Weg der Transformation auf Grundlage des Transformationstarifvertrages 2019 fortzusetzen mit Beschäftigungssicherung, ohne Ausgliederung und Personalabbau

Das ist eine klare Absage zu den vorgelegten Plänen der Geschäftsleitung.

Aus diesem Grund will die Tarifkommission auch nicht über dieses Konzept verhandeln sondern sondieren, inwieweit eine Fortsetzung der vereinbarten Transformation möglich ist.

Der Ausgang dieser Sondierung wird zeigen, ob eine Verhandlungslösung möglich ist oder ob drastischere Maßnahmen erforderlich sind.

Und eines ist klar: eine Lösung ohne Spaltung und ohne Personalabbau kann nur erreicht werden, wenn diese von Euch und einem Großteil der Belegschaft massiv unterstützt wird.

Es wird daher recht bald bundesweit Aktionen geben, bei denen hohe Beteiligung wichtig ist. Bereitet Euch bitte schon jetzt darauf vor und sprecht mit Euren Kolleg*innen darüber.

Ihr bekommt hierzu noch nähere Informationen.

An dem vorliegenden Konzept wird sich entscheiden, wie es mit Atos weitergeht:

  1. sozialpartnerschaftlich, unter Einbeziehung der Mitarbeiter*innen und ihrer Interessenvertretung oder
  2. shareholdergetrieben, unter Aufkündigung der Sozialpartnerschaft

Diese Weichenstellung betrifft alle Teile von Atos, die IDM genauso wie die „schöne, neue“ Digital.

Denn, wenn Personalabbau und Verschlechterung der Beschäftigungsbedingungen erst mal in einer Atos-Gesellschaft durchgesetzt sind, wird das auch auf die anderen Gesellschaften übergreifen.

Es heißt also: Wehret den Anfängen! Und das geht am besten, solange wir noch stark und vereint sind.

Tarifabschluss für Metall- und Elektroindustrie in Bayern

Der Tarifabschluss hat folgende Kernkomponenten:

  • 500 Euro Corona-Prämie im Juni 2021 (Azubis und duale Studenten 300)
  • 18,4% eines Monatsgehaltes als Einmalzahlung im Februar 2022
  • 27,6% eines Monatsgehaltes als Transformationsgeld als jährlich wiederkehrende Sonderzahlung im Februar ab 2023

Weitere Details siehe das Ergebnis von Bayern.

Unsere IG-Metall-Tarifkommission RTV-IT hat am 22.04.2021 getagt. Im Wesentlichen ging es um die Bewertung des Metall+Elektro (M+E)-Tarifabschlusses NRW und dessen Übernahme gemäß §17.3 des RTV-IT-Tarifvertrages.

Die Tarifkommission hat beschlossen, die Übernahme vom Arbeitgeberverband kurzfristig einzufordern. Hierzu sucht die IG Metall das Gespräch it dem Arbeitgeberverband.

Die Tarifkommission wird in ca. 4 Wochen erneut zusammenkommen, um das weitere Vorgehen nach den Beratungen mit dem Arbeitgeberverband zu beschließen.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Bundesweiter „digitaler“ Warnstreik im Atos-Konzern am 23.03.2021

Der erste bundesweite „digitale“ Warnstreik im Atos-Konzern am 23.03.2021 ist erfolgreich verlaufen. Wir danken für die große Teilnahme. Damit haben wir ein klares Zeichen gesetzt, dass Warnstreiks auch unter Corona-Bedingungen möglich sind.

Viele der Warnstreikteilnehmer haben an der digitalen Zoom-Kundgebung teilgenommen. Marco Schmidt, der Atos Unternehmensbetreuer der IG Metall, hat uns durch ein buntes Programm geführt: Angefangen von dem Grußwort der stellvertretenden IG Metall Vorsitzenden Christiane Benner, über emotionale Fotos und Filme der Vertrauenskörper aus den Atos-Standorten bis hin zu einer Live-Schaltung nach Chile. Pablo Morris Keller, Soziologe und Kandidat zur verfassungsgebenden Versammlung, hat uns einen eindrucksvollen Einblick gegeben, wie eng gute Arbeitsbedingungen und die demokratische Entwicklung eines Landes zusammenhängen und was internationale Solidarität bedeutet.

Fazit der online befragten Teilnehmer*innen während der Kundgebung: Der Warnstreik war super und hat Spaß gemacht! Wir werden weiter informieren und freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Aktion.

Uptodate bleiben mit euren Messengern

Wir haben in allen großen Messenger-Plattformen Nachrichtengruppen und -kanäle eingerichtet. Wenn wir euch mit Tarifinfos der Tarifbewegung auf dem Laufenden halten sollen, dann macht einfach mit! Ihr könnt derzeit mit 6 Nachrichten pro Woche rechnen. Im Laufe von Streiks natürlich mit 1-2 am Tag.

WICHTIG: Bei Whatsapp sehen andere Gruppenmitglieder alle Telefonnummern, wir können diese nicht anonymisieren und „schützen“:

Internationaler Frauentag am Standort München

Das Atos IG Metall Team München hat heute anlässlich des Internationalen Frauentags Blumen und andere kleine Geschenke an die Kolleginnen verteilt. Und da ein Jubiläum besonders gefeiert werden muss, wurde zusätzlich Wissen in Form von Online-Seminaren verschenkt. Das Programm der Seminare ist vielfältig und spricht sowohl Interessierte mit Fragen zum Arbeitsalltag an als auch die, die wissen wollen, wie sie Stress besser abbauen können.

Wer an den Seminaren teilnehmen möchte, kann sich im Internet auf igmetall.de/frauentag anmelden.

Frauentag – WebTalk und Online-Seminare

Die IG Metall feiert den 110. Frauentag am 8. März von 17:30 bis 19:00 mit einem WebTalk mit Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall und Frau Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Vorsitzende der Kommission, die den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vorgelegt hat. Wie ihr an den WebTalk teilnehmen könnt und weitere Informationen findet ihr auf der IG Metall Frauentagsseite.

Darüber hinaus finden Online-Seminare zwischen dem 15. und 22. März statt. Für die Online-Seminare überreichen wir euch einen Gutschein (auf das Bild klicken).

Die Themen der Seminare, wobei jedes Seminar zwei Mal zu unterschiedlichen Tageszeiten angeboten wird, sind unten aufgelistet. Ihr findet eine detailierte Beschreibung der Kursinhalte und die Anmeldung auf dieser Seite.

Mein Stress und ich – eine Liebesbeziehung?! 
19. März 2021 von 16.30 – 17.30 Uhr & 22. März 2021 von 12.00 – 13.00 Uhr

Steuerchaos adé! Schaffe Klarheit in Steuerfragen
16. März 2021 von 16.30 -17.30 Uhr & 18. März 2021 von 12.00 – 13.00 Uhr

Finanziell abgesichert – im ganzen Lebensverlauf
15. März 2021 von 16.30 – 17.30 Uhr & 17. März 2021 von 12.00 – 13.00 Uhr

Das habe ich verdient – Wege zum Wunschgehalt
16. März 2021 von 12.00 – 13.00 Uhr & 18. März 2021 von 16.30 – 17.30 Uhr

Gut qualifiziert ist halb gewonnen
19. März 2021 von 12.00 – 13.00 Uhr & 22. März 2021 von 16.30 – 17.30 Uhr

1. März – Tarifauftakt im Livestream

Es findet am 01.03. eine Tarifaktion auf der Theresienwiese statt. Da diese wegen Coronaauflagen stark limitiert ist, können die meisten nicht persönlich vorbeischauen. Es besteht aber die Möglichkeit, die Tarifaktion sich im Livestream anzuschauen.

Ab 17 Uhr kann man sich in einem bundesweitem Livestream über den Tarifauftakt informieren.

In knapp 120 Minuten wollen wir gemeinsam unsere Tarifforderungen pushen: Beschäftigungssicherung, Zukunft gestalten, stabile Entgelte sowie die Verbesserung der Ausbildung, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und ein tarifliches Ausgleichsgeld in den ostdeutschen Tarifgebieten. Zusätzlich gibt es tolle Liveacts – unter anderen Silbermond!

Nicht mit uns! Nicht bei uns! – Frauen gegen Rechts!

Rechtspopulistische Parteien werden nicht nur von Männern gewählt; in der Gunst der Wählerinnen holen diese Parteien auf. Rechtspopulistische Kräfte greifen sowohl rassistische als auch antifeministische Diskurse auf und wollen die Errungenschaften der Emanzipation „zurückdrehen“.

Das alles spüren auch die Aktiven in den Gewerkschaften hierzulande.

Die Pandemie lässt zudem bislang empfundene Sicherheiten erodieren und verstärkt offenbar Ungerechtigkeiten und soziale Schieflagen zwischen den Geschlechtern.
Werden insbesondere Frauen in Zukunft anfälliger sein für einfache Identitäts- und Politikangebote von Rechts, wenn sie als Verliererinnen der Pandemie zurückbleiben?

Es ist Zeit, ein deutliches Signal gegen Rechtspopulismus und deren vermeintliche Politikangebote zu setzen! Die IG Metall, die ver.di und die Friedrich-Ebert-Stiftung tun dies in ihrer gemeinsamen Veranstaltung „Nicht mit uns! Nicht bei uns! Frauen gegen Rechts!“. Neben kurzen Inputs der Gewerkschaften, der FES und weiteren Expertinnen werden Aktive aus ihrer betrieblichen Praxis zu den Themen Rassismus und Sexismus berichten.
Alle Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit eines digitalen, persönlichen Erfahrungsaustauschs.
Welche Strategien sind erfolgreich, um menschenfeindlichen, antifeministischen Tendenzen entgegenzuwirken und wie können Gewerkschaften gegen Rechts aktiv werden?

IG Metall und ver.di wollen gemeinsam, mit unterschiedlichen Angeboten, auf diese Entwicklung aufmerksam machen und mit Aktiven aus den Betrieben und interessierten Gewerkschafterinnen ein starkes Zeichen setzen gegen Rechts. Den Auftakt machen wir mit einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung am 25.02.2021, für die Interessierte sich hier anmelden können.