Ergebnisse zur IG Metall Beschäftigtenbefragung 2020 bei Atos München

In unserem heutigen Bericht möchten wir zum Abschluss des Jahres in einer Zusammenfassung die wichtigsten Erkenntnisse für Atos aus der Beschäftigungsbefragung der IGM mitteilen:

Lebens- und Arbeitsbedingungen während Corona – Kurzarbeit

Es kann festgestellt werden, dass bei Atos der überwiegende Teil der Befragten die Corona-Krise als tiefen Einschnitt ihres beruflichen Alltags empfinden.

Über 90% sehen die Maßnahmen zur Kurzarbeit zur Vermeidung von Arbeitsplatzverlusten als wichtig an und die Kurzarbeit als geeignetes Instrument hierfür.

Über 86 % wollen, dass sie die Zeiten von Kurzarbeit für Qualifizierung nutzen können, um sich fit für die Anforderungen der Zukunft zu machen.

Lebens- und Arbeitsbedingungen während Corona – Homeoffice

Über 90% der Atos Mitarbeiter haben seit Ausbruch der Pandemie im Homeoffice gearbeitet. Die große Mehrheit der Beschäftigten, die im Home-Office war, gibt an, gute Arbeitsbedingungen gehabt zu haben (u.a. ausreichende Internetverbindung).

Die Möglichkeit des Home-Office wird von vielen Befragten geschätzt. Allerdings  bemängeln 54 % den fehlenden persönliche Kontakt zu Kolleg*innen, Vorgesetzten und / oder Kund*innen

90 % wünschen sich auch für die Zukunft, regelmäßig von zu Hause aus arbeiten zu können und die meisten, nämlich 70%, sind in der Lage noch eine klare Grenze zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen. Gleichzeitig bleibt das Home-Office eine regulative Herausforderung: Arbeit zu Hause muss gesund sein und gut geregelt werden.

Über 85 % gaben an, das der Familienalltag infolge von Kita- / Schulschließungen bzw. der Versorgung von hilfs- / pflegebedürftigen Angehörigen völlig neu organisiert werden musste.

65 % geben an, dass Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, einen besseren finanziellen Ersatz für ggf. ausgefallenes Entgelt brauchen.

Die Lage der Betriebe und  Stimmung der Belegschaften

Über 80 % der Befragten fühlen sich vom Betriebsrat in der Corona-Krise gut vertreten, bei Regelungen zu und Umsetzung von Kurzarbeit, Arbeits – und Gesundheitsschutz und Homeoffice.

Allerdings sind gleichzeitig die wirtschaftlichen Folgen der Krise für die meisten nicht absehbar und die Verunsicherung unter den Beschäftigten ist nach wie vor groß.  

Die Zahlen zeigen: Die Verunsicherung reicht bis tief in die Stammbelegschaft. Über 80% der Beteiligten bei Atos sehen Ihren Arbeitsplatz als gefährdet!

Aber noch überwiegt die Hoffnung: 66% der Befragten glauben, dass  Atos eine Strategie zur erfolgreichen Überwindung der Krise hat.

Zusammenfassung:

Die bevorstehende Tarifauseinandersetzung zeigt, dass über alle Branchen hinweg das Thema Beschäftigungssicherung vor dem Hintergrund der Zukunftsängste durch die Pandemie eine zentrale Bedeutung hat.

Gleichzeitig zeigen die Zahlen auch: Die Beschäftigten sind bereit, für eine soziale, ökologische und demokratische Transformation zu kämpfen.

Der Auftrag an uns IG Metaller ist klar: Es sind weitere Anstrengungen auf betrieblicher, tariflicher und politscher Ebene notwendig, um die Transformation sozial, ökologisch und demokratisch zu gestalten und das Thema Homeoffice für die Zukunft zu regeln.

Wer Rückfragen zu den Themen hat oder sich persönlich einbringen möchte kann sich jederzeit an uns wenden.

Dieses Jahr ist  leider vieles anders –  zum Abschluss wünschen wir euch deshalb leider auch „nur“ virtuell vor allem Gesundheit und trotz der vielen Einschränkungen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Euer Team IG Metall Atos München