Kategorie: Spaltung Atos

Kraftvolle Demo gegen Atos Spaltung

Heute um 10:00 Uhr ist die Verhandlungsdelegation  zum geplanten „Carve OUT“  zur entscheiden Runde in Mch-P zusammen gekommen.

Ca. 75 Kolleg*innen vom Standort haben die IGM/GBR Verhandlungsdelegation begrüßt und der Arbeitgeber Delegation lautstark mitgeteilt was sie von den geplanten Umstrukturierungen und Abbauplänen hält:

„ZUKUNFT statt SPALTEN“  wurde skandiert und mit Rasseln wurden die Forderungen hörbar untermauert!

Mit den Gesichtsmasken machten alle deutlich, dass es um Menschen geht und Kolleg*innen nicht anonymes Abbaupotential sind!

Der IG Metall Unternehmensbetreuer für Atos, Marco Schmid, hielt eine leidenschaftlichen kurze Rede und machte deutlich das die IG Metall „kampfbereit“ ist und sich nicht über den Tisch ziehen lassen wird.

Juan Carlos Rio Antas, der Verhandlungsführer der gemeinsamen IG Metall /GBR Delegation,  bestätigte, dass die Zielsetzung den Carve out und betriebsbedingte Kündigungen  zu vermeiden nur mit kampfbereiten Mitarbeitern am Verhandlungstisch durchzusetzen ist.

Er bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern für ihr großartiges Engagement.

„Wir KOMMEN WIEDER“, wenn ihr die Pläne nicht zurückzieht, war der lautstarke Abschiedsgruß an die Arbeitgeber Delegation!

s+c München zeigt Gesicht: Zukunft statt Spaltung

Mit einer kleiner Fotoaktion bei s+c München haben die dortigen KollgInnen Gesicht gezeigt, GEGEN eine Zerschlagung des Konzerns und FÜR eine Zukunft MIT den Beschäftigten.

Der Konzern soll in zwei Bereiche zerschlagen werden. Auch die vermeintlich zukunftsgerichteten Bereiche, zu denen auch die s+c gehören soll, hat keine positive Zukunft vor sich. Denn ein geplanter Carve-Out wirft mehr Fragen auf, als dass er Probleme löst, wie zB:

  • unklarer unternehmensbezogener Start (Kaufpreis fürs Rauslösen)
  • unklare Steuerung aus Paris (wenn die anderen ‚agil‘ agieren dürfen, was bleibt bei uns?)
  • starker Vertrauensverlust (Transformationstarifverträge abschließen, sie aber nicht einhalten – was bedeutet das für unsere Tarifbindung „übermorgen“?)
  • unklare Struktur der künftigen Verträge mit Kundschaft  und vielem mehr.

Tarifkommission lehnt Managementpläne zur Aufspaltung von Atos ab

Die Unternehmensleitung plant die Aufspaltung des Atos-Konzerns. Wir stellen uns aktiv dagegen. Alle wichtigen Fakten haben wir euch im Tarifflugblatt beigefügt.

Ihr könnt auch selbst aktiv werden: Ob jetzt oder erst nach der Betriebsversammlung: Schreibt der Unternehmensleitung, dass ihr mit den Plänen nicht einverstanden seid. Einen Vorschlag siehe am Ende dieses Beitrages.

Hier der Mailvorschlag:

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Sehr geehrter Herr Littke, sehr geehrter Herr Hecker,

mit großen Erwartungen wurde vor knapp 2 Jahren ein Tarifvertrag zur Transformation von Atos abgeschlossen.

Ziel war es, ca. 1.000 Kolleg*innen durch Weiterbildung in neue Jobs zu bringen, so dass keine Restrukturierung notwendig wird.

Als Beschäftigte(r) von Atos habe ich hierzu xx unbezahlte Qualifizierungsstunden eingebracht
(Nur für MA mit EBA: und durch Verzicht auf Individualziele beim EBA einen zusätzlichen Beitrag geleistet).

In den vergangenen 2 Jahren wurde wiederholt vom Erfolg der laufenden Transformation berichtet.

Die aktuelle Ankündigung von strukturellen Maßnahmen mit Personalanpassung ist daher für mich sehr enttäuschend.

  • Aus meiner Erfahrung sind die wesentlichen Gründe für ausufernde bzw. unnötige Kosten
  • Unrealistische Zusagen in VerträgenFehlende Kapazitäten
  • Unterschätzte Kosten von Offshoring
  • Umständliche und zeitraubende Prozesse
  • Untaugliche Tools
  • Eine Organisation, die auf Silodenken und nicht auf effektive Teamarbeit ausgerichtet ist.

Ich kann nicht erkennen, wie durch eine Trennung des Unternehmens eine Besserung der Lage eintreten soll. Die bestehenden Defizite sind lange bekannt. Sie sind nicht den Kolleginnen und Kollegen anzulasten, die oft unter schwierigen Bedingungen ihren Job erledigen und ihren vereinbarten Beitrag geleistet haben, sondern dem Management, das hier total versagt hat.

Eine Sanierung, die lediglich auf Personalabbau setzt, wird nicht funktionieren sondern weitere Schieflagen erzeugen. Ich fordere Sie daher auf, ein Sanierungskonzept vorzulegen, dass die bestehenden Defizite gezielt beseitigt. Eine solche Sanierung kann auch innerhalb der bestehenden Strukturen erfolgen.

Das wäre sogar besser. Sie können so

  • unnötige Verunsicherung und Demotivierung von Mitarbeiter*innen verhindern und
  • wenig hilfreiches Aufsehen in der Öffentlichkeit vermeiden.

Bitte überdenken Sie Ihr Konzept und erarbeiten eine Lösung, die zielführender und für uns Mitarbeiter*innen akzeptabel ist.

Mit  freundlichen Grüßen